Aktionstage für Schulen mit oberösterreichischen Medien

„Ohne Journalismus keine Demokratie“ – unter diesem Motto fanden am 11. und 12.11. 2025 Aktionstage für Schulen mit oberösterreichischen Medien statt. Gemeinsam mit der Bildungsdirektion OÖ lud der OÖ. Presseclub zu Medien-Workshops ein, um Einblicke in den journalistischen Alltag und die Bedeutung von Journalismus zu vermitteln. Ingesamt 41 Workshops standen am Programm und wurden von 474 Schüler:innen und Schülern aus 14 verschiedenen Schulen in ganz Oberösterreich besucht. Auch Bildungslandesrätin Christine Haberlander schaute vorbei.

Chefredakteurinnen und Redakteur:innen vom ORF OÖ, OÖ Nachrichten, Kronen Zeitung, Austria Presseagentur (APA), Life Radio, LT1, Tips, Mein Bezirk, Kirchenzeitung, Welt der Frauen, Dorf TV, Radio Fro und Radio Freistadt lehrten die praxistaugliches Wissen über Journalismus in Print, Online, Radio und Fernsehen und wie man Fakten checkt. Außerdem wurden heuer erstmals Debattierkurse angeboten, in denen schlüssiges Argumentieren, selbstbewusstes Auftreten und Präsentieren erlernt werden konnten. Das Europäische Verbindungsbüro der EU in Österreich brachte in ihrem Workshop Online-Tools mit, um Schüler:innen davon abzuhalten, vorschnell falsche Infos im Netz weiterzuverbreiten.

 

Fotocredit: Werner Kerschbaummayr

„Die jungen Menschen sollen verstehen, worum es beim Journalismus geht, wie aus Fakten eine Story wird und was Journalismus vom bloßen Posting auf Digitalen Plattformen unterscheidet“, betont Christine Haiden, Präsidentin des OÖ. Presseclubs. Demokratisches Bewusstsein entsteht nicht von selbst- es muss erlernt und gelebt werden. Die Schule spielt dabei eine zentrale Rolle.

„Mit den Aktionstagen möchten wir Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, Inhalte kritisch zu hinterfragen, Quellen einzuordnen und den Unterschied zwischen Fakten und Meinungen klar zu erkennen“, sagt Bildungsdirektor Alfred Klampfer.

Videocredit: Wolfgang J. Hofer

Praxisnahe Workshops begeisterten

Um Geschichten ging es dann auch bei den Workshops, die von 9:00 Uhr bis 14:30 im Ursulinenhof stattfanden. Schülerinnen und Schüler des Akademischen Gymnasiums, HAK Perg, BRG Wels, BRG Fadingerstraße, HTBLA Linzer Technikum, Franziskus Gymnasium Wels, MS 18 Linz, BRG Hamerling, Adalbert Stifter Gymnasium, HBLW Wels, HAK Lambach uvm. zählten zu den Glücklichen, die einen Platz in den begehrten Workshops ergatterten.

Beim ORF-Workshop durften die Schülerinnen und Schüler einen Mobbing-Fall lösen und ausprobieren, wie es ist, als Reporterin oder Reporter live vor Ort zu sein und wie sich die Bereiche Fernsehen, Radio und Social Media voneinander unterscheiden. Bei der Kronen Zeitung wurde Anhand eines echten Ereignisses gelernt, wie Fakten zu einer Story werden. Recherchieren statt spekulieren lautete das Motto.  

In der Life Radio Akademie wurde konkret geübt, wie man Radio macht und wie man Fake News erkennt. Mein Bezirk zeigte auf, wie aus einem sogenannten „G’schichtl“ ein Bericht wird, sowohl online als auch in der Zeitung. Beim Workshop mit LT1 wurden die Schülerinnen und Schüler hinter und vor der Kamera aktiv und lernten von den Moderatorinnen, wie man eine Sendung moderiert.

Bei den OÖN konnte man hautnah Redaktionsluft schnuppern und den Newsroom an der Promenade kennenlernen. Die Kirchenzeitung berichtete über Journalismus als Beruf und gab einen Überblick zum Alltag von Medienvertreter:innen.

Im Workshop Pressefotografie gab es einen Einblick, wie im Journalismus das Ereignis zum Bild wird und Welt der Frauen führte den ZuhörerInnen vor Augen führen, wie das Bild von Frauen – aber nicht nur – durch Sprache geprägt und beeinflusst wird, warum gendergerechte Sprache wichtig – und nicht umständlich – ist und wie sie schreierische Beiträge von qualitativ hochwertigem Journalismus unterscheiden können.

Die APA gab praktische Tools und Wissen rund um Faktenchecks mit und zeigte Techniken zum Erkennen von Falschnachrichten. LT1 Privatfernsehen begeisterte die Jugendlichen mit Moderationstrainings und dem Einsatz von KI in Medien. Mein Bezirk Oberösterreich leitete die Workshop-Teilnehmer:innen an, eine eigene Story zu schreiben und veröffentlichet diese.

Im Workshop der TIPS lernten die Teilnehmenden, anhand konkreter Beispiele und in der Praxis, Meinung von Fakten zu unterscheiden  

Radio FRO und Freies Radio Freistadt produzierten mit einfachen Mitteln Radiosendungen und zeigten Aufnahmetechniken. Wie "Mobile Reporting" funktioniert und das Handy zum Filmen und Schneiden benutzt werden kann, vermittelte Dorf TV.

Die Schülerinnen und Schüler freuten sich über die spannenden Inputs und Learnings, die sie an diesem Tag mit nach Hause nehmen durften – und wer weiß, vielleicht werden einige von ihnen in der Zukunft als Journalistinnen oder Journalisten in den Presseclub zurückkehren.

 

DANKE an unsere Sponsoren LIWEST Kabelmedien und HYPO Oberösterreich.

Fotocredit: Werner Kerschbaummayr

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