OÖ Medienfrauen bekräftigen bei Debatte "Frauen brauchen mehr Mut für mediale Auftritte"

Alte Strukturen, vor allem bei Denke und Funktionen in Gesellschaft und Wirtschaft - das ist unterm Strich der wesentliche Grund, weshalb Männer in der medialen Berichterstattung oft wesentlich präsenter sind als Frauen. Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft. Das zeigten die Fach-Panels der OÖ. Presseclub-Veranstaltung der OÖ Medienfrauen am Donnerstagabend auf - am Podium: Journalistinnen und Medien-Expertinnen. Frauen sind oft sachlicher, denken an Folgen. Männer sind bei gleicher Qualifikation bisweilen leichter für Interviews zu gewinnen. Das erleben die Journalistinnen unter anderem in ihrem Job-Alltag.

 Expertinnen auf Podien, bei Diskussionsrunden und Interviews werden seitens der Leserschaft bzw. des Publikums oft mit anderen Augen gemessen und wollen sich dem nicht aussetzen. Auch diese Erfahrungen werden gemacht. Dennoch liege es auch an den Medien, wie berichtet wird, so eine Besucherin der Veranstaltung.

 Die Social Media Studie 2017 von Mediaaffairs hat jedenfalls als Ergebnis: Männer, vor allem in Politik und Medien, sind die besseren Selbstinszenierer: Unter den ersten 50 der top-Player Österreichs auf Facebook sind keine Frauen. Plattformen wie Allmenpanels oder Gruppenbild ohne Dame (OÖ), die Werbesujets, Veranstaltungen, Medienberichte oder Konferenzen mit 100 Prozent Männer-Beteiligung abbilden, waren ebenfalls Thema.

 

Das Projekt frauen.leben 2030 des Landes OÖ veranschaulicht wesentliche Chancen und Möglichkeiten - hier heißt es dran bleiben, meinten die externe Fach-Begleiterin dieser Initiative Gerlinde Stöbich (2000 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich) und Medienforscherin Maria Pernegger. Der Medienbereich kristallisierte sich dort als ein wesentlicher Punkt heraus. Presse-Expertinnen und Expertinnen waren deshalb in Folge 2017 mit einem Workshop intensiv eingebunden. Deshalb seien wiederkehrende Erhebungen der medialen Berichterstattung wesentlich. Sie zeigen wie ein Spiegel den Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung und Politik auf.

 

Sponsor-Partner gestern war die VKB-Bank - vertreten mit Pressesprecherin Nina Stögmüller und Marketingleiterin Carolin Mack, die beim Networking nach den Panels viel zur „Managerin des Jahres“ gefragt wurden. Hier läuft zurzeit die Nominierungsphase.

Unter den Besucherinnen gesehen wurden u.a. die Wirtschaftsexpertin und Projektmanagerin Karin Dietachmayr, die Unternehmerin und Grün-Politikerin Martina Eigner, die Juristin und Compliance-Expertin Karin Zacher, Tankstellen-Errichterin Julia Neubauer, Kommunikationsberaterin Susanne Sametinger, die Leiterin des Frauenreferates des Landes OÖ Beate Zechmeister sowie Heide Koller - die beiden informierten beim Networking über frauen.leben 2030, Text-Expertin Silja Kempinger, Barbara Lamb von Impuls-Kommunikation, Elisabeth Leitner-Rauchdobler (Mountain Lodges of Peru), Coach Christina Binder, Maria Dietrich (Atmos) , Mode-/Stil-Expertin Elisabeth Motsch, Julia Rumplmayr (LinzerKind), Landwirtin Eva Wartlik, Theresia Schlöglmann (Leiterin Sicherheit/Verkehr Land OÖ LL), Judy Salamon (u.a. Boysday OÖ, int. Sozial-Projekte) von itworks Personalservice, Hochzeitsplanerin Gabi Socher, Sandra Andrews (Afri-Dirndl), Sonja Dolzer (Marketing-Agentur), IT-Expertin Maria Muthentaler und Angelika Brückl , (Foto: OÖ. Presseclub/Harry Dostal)