Internationale Journalisten schauen genau auf Österreich

Über Österreichs Ansehen aus internationaler Sicht diskutierte Gesprächsleiter Christian Haubner (Neues Volksblatt) mit Meret Baumann (Neue Zürcher Zeitung), Hasnain Kazim (Spiegel online), Srdjan Govedarica (ARD-Hörfunk) und Michael Frank (ehemals SZ). Nach dem Zerwürfnis von SPÖ und ÖVP war es für die Journalisten nur logisch, dass sich die FPÖ nach der Wahl an einer Regierung beteiligen würde. „Das ist demokratiepolitisch legitim. Außerdem haben ÖVP und FPÖ Stimmen gewonnen“, betonte Korrespondentin Meret Baumann. Weder im Ausland noch im Inland sorge das für Aufregung, analysierte Hasnain Kazim und auch Kollege Srdjan Govedarica stellte fest, dass man sich an rechte Bewegungen in Europa gewöhnen werde. Bald stellen die Sozialdemokraten nur noch in sechs von 28 EU-Staaten den Regierungschef, informierte dazu Moderator Christian Haubner. Michael Frank, früher Korrespondent der "Süddeutschen Zeitung", sparte nicht mit Kritik an Österreich und sprach von Verharmlosungsrhetorik der Politiker. In Österreich werde man jedenfalls genau schauen bzw. hinterfragen, wie die neue Regierung mit Migration von Ausländern umgehe. Vorerst heißt es allerdings abwarten. (Foto: Presseclub/Hermann Wakolbinger)